Was ist Yoga?

Yoga ist ein Wort aus dem indischen Sanskrit. Es benennt etwas, das in jedem Menschen angelegt ist: Nach einer langen Weile des Ausprobierens all der Möglichkeiten des Lebens auf Erden beginnen wir, uns auf den Weg zurück zu machen: zu uns selbst.

Jede und jeder tut dieses auf eigene Art und Weise. Zum einen gibt es Individuelles, Altes zu klären und zum anderen hat jeder und jede eine eigene Begabung, die es ermöglicht, den Weg der Erfüllung zu gehen.

All die Ablenkungen, die Unterhaltung, das rein Weltliche kann zwar Freude und Befriedigung schenken, doch keine wahre Erfüllung. Dieses innere Erleben ist der Nektar, den der Yogi einmal gekostet hat und nun seinen Willen und seine Bemühungen unaufhörlich darauf richtet.

Die vier Pfade des Yoga

Yoga ist ein ganzheitlicher Weg und auch eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen und seines Lebens auf Erden: Es gibt vier Bereiche, die es zu pflegen, zu errichten und zu erfüllen gilt: Die Gesundheit und Kraft des eigenen Körpers (Hatha-Yoga), das Leben in der Gemeinschaft und der Austausch untereinander (Bhakti-Yoga), das eigene Tun zum Wohle aller (Karma-Yoga) und das eigene Bewusstsein, das eigene Erleben aus Sinnen, Körperempfinden, Fühlen, Denken, Spüren und Sein (Jnana-Yoga).

Jeder Mensch, der sich auf den Weg der Selbstfindung und Erfüllung seines Lebens aufmacht, findet einen Fokus in sich, eine eigene Prägung, eine Begabung für einen dieser vier Bereiche, ohne dass die anderen drei ihm fern sind. Yoga ist eine tägliche Hinwendung, eine immerwährende Ausrichtung, und eine dieser vier Ausrichtungen fällt dem Yogi leichter als die anderen. Ein Pfad von vieren scheint dir in die Wiege gelegt worden zu sein.

© 2020 Jahn Christoph

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